Planet Brompton

Mit dem Brompton als digitaler Nomade unterwegs

Planet Brompton Fernweh Magazin

Wozu dieses Fernweh-Magazin?
Auf unseren Fahrradreisen erleben wir viele Abenteuer und es ist nicht immer alles nur wunderbar. Wir treffen spannende Menschen, aber haben auch mit dem ein oder anderen Widerstand zu kämpfen. Das Wetter ist launisch und wir wissen manchmal nicht wie es weiter gehen soll.
Über all das und noch viel mehr berichten wir. Und wer das Brompton mal malerisch in Szene gesetzt sehen möchte, wie in einem Vincent van Gogh Bild, dann werdet ihr auch fündig. Viel Vergnügen beim Blättern.

Planet Brompton Fernweh Magazin: Ein Kultrad erobert uns und die Welt!

In meinen Fernweh Magazinen berichte ich auch über das Fotografieren und wie ihr eure Erlebnisse vielleicht besser in Szene setzen könnt.

In diesem Brompton-Spezial geht um Sumatra, Kambodscha, Kairo, dem Sinai und Israel, aber wir „reisen“ auch in Berlin und berichten über unsere Erfahrungen mit dem Electric.
Fernweh kann man auch zu Hause haben, wenn einfach nicht genug Zeit bleibt, die eigene Stadt zu erkunden.
P.S.: Bitte nicht am Handy lesen!

Klaus malt den Tiergarten in Berlin 🙂

19. Juni 2020 Allgemein, Brompton, Reisebericht

Freiheit. Flexibilität. Unabhängigkeit.

Wir berichten über unsere Reisen durch Kambodscha, über Sumatra und über den Weg von Kairo über den Sinai nach Israel, Tel Aviv auf der Velo Berlin Week 2020 in einem Video Beitrag.

„Freiheit. Flexibilität. Unabhängigkeit.
Alles in einem Fahrrad. Mobil im Alltag, auf Städtetouren und längeren Abenteuerreisen mit dem Brompton Faltrad.“

So lautet der Titel unseres Beitrags auf der VELOBerlinWeek 2020.
Das Video ist keine Werbung, sondern einfach eine Geschichte, über unsere Art zu reisen.
Dafür sind wir mit der Fähre über die Spree gefahren, entlang am Plänterwald in den Treptower Park. Dann weiter an der East Side Gallery vorbei zum Frühstück in den Prenzlauer Berg.
Nach der Stärkung ging es weiter zum Regierungsviertel und der nächste Stop war dann auf dem Marie-Elisabeth-Lüders Steg.
Einen kleinen Hopser in die S-Bahn und dann rauf auf das ParkInn am Alexanderplatz mit dem Fahrstuhl.
Die vom ParkInn waren dann ziemlich „blöd“, aber dazu erfahrt ihr mehr im Film.

Wir sortieren unsere Gedanken und Erlebnisse.

Wie geht es jetzt mit dem Reisen weiter?

Corona hat uns allen ein Beinchen gestellt, in vielerlei Hinsicht und es sieht nicht so aus, als wenn das Reisen seine Leichtigkeit zurückbekommen könnte. Selbst Paris, London, Madrid oder Rom sind einige Ferne gerückt. Vielleicht sollten wir uns als mehr auf das Reisen vor der eigenen Haustür besinnen.
Natürlich haben wir das auch schon vorher getan, aber vielleicht wird es in Zukunft mehr.
Um den üblichen ausgetretenen Pfaden zu entkommen und vielleicht in dieser Zeit nicht unbedingt mit vielen Menschen an denselben Orten Zeit zu verbringen, haben wir begonnen, mit der App von Komoot Fußtouren zu planen. Wanderrouten, die uns an wirklich versteckte Orte führte. Und wir dachten, dass wir Berlin kennen.
Natürlich kann da mal die ein oder andere Treppe im Weg sein.
Tatsächlich macht das mit diesen leichten Rädern aber eben keine Probleme.

Wir zeigen euch in diesem kleinen Beitrag wie es funktionieren kann, mit Falträdern unterwegs zu sein. Egal ob in fernen Ländern oder eben in der eigenen Stadt.

Danke VELO Berlin, dass wir dabei sein durften. Wir haben unser Bestes gegeben 🙂

Die neue Kopfmode: Puschel am Helm 🙂

Wir sind keine Kamera Profis, eher echte Amateure, aber wie ich finde, das hier sah doch ganz professionell aus und wir haben jede Menge neugierige Blicke dafür geerntet.

Noch eine Anmerkung:
Heute durfte ich, Andrea, zum ersten mal hier in den Blog schreiben.
Normalerweise war das Klaus Part, aber wo ich mich doch jetzt auch zu den Fans zähle…… 🙂

9. Juni 2020 Allgemein

Fab Lab Egypt

Our winter trip takes us this year to Egypt, Israel and Palestine.

Two weeks now we are on the road with our Bromptons on the streets of Cairo.
It’s not a walk in the park: the streets have potholes and ruts, at the edge you have to pass through deep sand, the air is full of dust and exhaust fumes, the horns are constantly honking and the streets are always full and often clogged by cars, trucks and buses in various sizes. Bicycles can hardly be seen and of course they are not taken into consideration: The stronger has the right of way.
But it’s not as bad as it sounds once you’ve got used to it. You simply have to swim along, be clear and not hesitant and try to make eye contact with the drivers. If you succeed, you’ll almost always be friendly and waved through.

Today we visited the Fablab Egypt (https://fablabegypt.com). I have a certain affinity to Fablabs, as you can read here ;-). I had announced our visit before by mail and we were then welcomed very friendly by Menna, a mechatronic engineer.
Women are unfortunately still rare in such courses of studies (like everywhere), in a country like Egypt of course even more: in her year only 4 of 300 students were women.

Fablab? What is this anyway?

„A FabLab, sometimes called MakerSpace, is an open workshop with the aim of giving private individuals and individual traders access to modern manufacturing processes for individual pieces. Typical machines are 3D printers, laser cutters, CNC machines, presses for deep drawing or milling to process different materials and workpieces („make almost everything“). … There are overlaps and cooperations with educational institutions such as schools and universities, the open hardware, open source and DIY movement. … FabLabs can provide access to production technologies and production knowledge even where this is difficult due to reasons of education, age, prosperity or region. They impart technical know-how for different target groups and thus contribute to an increase in educational equity. „(https://de.wikipedia.org/wiki/FabLab)

Menna then showed us around the lab, showed us the different areas of work (3D printing and laser cutting, electronics, PCB milling and foil cutting as well as woodworking) and told us a lot about the history of this fablab. It was founded in 2011, it works profit-oriented and they have various customers, among them such well-known ones as L’Oréal or the telecommunications provider Orange.
In addition, they supervise and support the development of further Fablabs and have already set up 5 more in Cairo.

Everyone can become a member here for a small monthly fee (from 23,- €) and realise their own ideas with the help of the other members and the machines. The use of complex machines such as laser cutters and 3D printers will be compensated by additional minute prices.

While going out we met a young man in the garden, who developed the location system for a startup that wants to offer electric scooters for rent in the city.

A wonderful idea that one day perhaps all vehicles in Cairo will be silent and emission-free 🙂

26. November 2019 Reisebericht

Brompton reloaded

Mein Brompton ist nun bereits 5 Jahre alt und schon ganz schön herumgekommen: Australien, Thailand, Kambodscha und Sumatra waren sicher die spannendsten Stationen. 

Spannend, aber natürlich auch strapaziös, für Mensch und Material. 

Entsprechend zeigte mein Brompton auch bereits einige Blessuren: Lackschäden, Spiel in einigen Lagern und ein paar richtige „Beulen“, verursacht vom brutalen Bodenpersonal auf den Flughäfen.

Es war Zeit für eine Generalüberholung!

Zum Glück arbeitet mein Lebenspartnerin Andrea seit kurzem zeitweise bei Kultrad – dem Brompton Excellence Store in Berlin Mitte.

Dort, bei Daniel, lernt sie alles, was man über Pflege und Reparatur eines Bromptons nur wissen kann.

Und um das Gelernte intensiv zu üben, hat sie dann  beschlossen, mein Rad komplett zu zerlegen, alles zu säubern und zu ölen, Defektes oder Verbogenes auszutauschen und alle Lackschäden auszubessern.

Einmal losgelassen, gab es kein Halten mehr, und es wurden schliesslich auch intakte Teile ausgetauscht, wenn es denn dem Erscheinungsbild des Brompton zuträglich schien, ein regelrechtes Tuning.

Das alles wurde schliesslich gemacht:

  • neue Kette und Ritzel
  • neue Pedale
  • neuer Gepäckträger
  • neue Felge mit Schaltung hinten
  • neue Felge mit SON Nabendynamo vorne
  • neue SON Leuchten vorne und hinten
  • neue Griffe am Lenker
  • neuer Seitenständer
  • alle Züge (Bremsen und Gangschaltung) neu und jetzt sogar in bunt
  • Lenklager ausgetauscht
  • Hinterschwingenlager ausgetauscht
  • Faltgelenk am Rahmen ausgebohrt und erneuert
  • Lackschäden beseitigt und neue Aufkleber aufgebracht

Ich finde, das Ergebnis kann sich wirklich sehen lassen!

30. August 2019 Brompton

Im schwimmenden Dorf

Auf unserer Kambodscha Reise wollen wir auch eines der schwimmenden Dörfer auf dem Tonle Sap See besichtigen und dort zwei Nächte in einem Homestay verbringen.

Es handelt sich um das Dorf Kampong Luong in der Nähe des Ortes Krakor.

Von Krakor fahren wir über eine der typischen Dirt-Roads bis ans Ufer des Tonle Sap.

Dort kann man sich ein Boot mit Guide für eine Rundfahrt durch das schwimmende Dorf mieten und sich dann an einem Homestay absetzen lassen.

Der Organisator, der für die Zuteilung der Touristen an die Bootsführer zuständig ist, bedeutet uns, dass wir die Fahrräder bei ihm lassen und neben der Hütte abstellen sollen.

Wir denken natürlich sofort: aha, alles klar, die Fahrräder sind zu gross für die kleinen Boote. Kein Problem, genau für solche Fälle haben wir nämlich einen Trick in petto. Mit wenigen Handgriffen falten wir unsere Bromptons klein zusammen.

Er nickt beeindruckt und bedeutet uns: alles ok, so könnt ihr die mitnehmen!
Prima, denke ich, wieder mal erweisen sich die Bromptons als unschlagbar praktisch.

Erst später verstehe ich, dass der eigentliche Grund für seinen Vorschlag vermutlich eher der war, dass man mit einem Fahrrad in einem schwimmenden Dorf wirklich rein gar nichts anfangen kann. 🙂

Dann werden wir von unserer Bootsführerin eine Stunde lang durch das schwimmende Dorf gefahren.
Hier gibt es alles, was es in einem normalen Dorf eben so gibt: Wohnhäuser, Restaurants, Geschäfte, Werkstätten, sogar eine Eis-Fabrik, Kirchen und Tempel, Schulen, Friseure, Telefon-Shops, Ställe mit Hühnern, Gänsen und sogar Schweinen.

Wir verbringen den Nachmittag und den ganzen folgenden Tag auf der Terrasse unseres Homestays, bei einem netten jungen Paar mit einem kleinen Jungen.

Es gibt unglaublich viel zu sehen.

Den ganzen Tag bis spät in der Nacht werden unter grossem Lärm Wohnhäuser, Supermärkte und Werkstätten hin und her geschoben. Es ist wohl schlechtes Wetter mit Wellen angesagt und viele Häuser werden daher näher ans Ufer verlagert.

Dazwischen paddeln ständig kleine Boote die Gemüse, Obst, Fleisch, Getränke oder Haushaltswaren anbieten. Man winkt sie heran und kauft was man braucht. Lange, schlanke Boote mit einem Aussenborder und einer langen Stange für die Schraube sausen mit höllischem Lärm und Geschwindigkeit durch das Dorf.

Wir beobachten das tägliche Leben der Bewohner, wie sie einkaufen, kochen, essen, spülen, sich waschen und schlafen gehen. Wir machen Fotos und auch die Drohne kommt ein paar mal zum Einsatz.

Einen Tag im schwimmenden Dorf zu verbringen ist auf jeden Fall ein tolles Erlebnis und sehr zu empfehlen.

 

27. Dezember 2017 Reisebericht

Brompton bringt die Menschen zum Lachen

Hier in Kambodscha kann man mit einem Brompton die Menschen zum Lachen und Staunen bringen.

Ich bin mit meinen 1,93 recht gross, für kambodschanische Verhältnisse aber riesig. Es muss für die Menschen hier wohl ein sehr, sehr lustiger Anblick sein, wenn ein so grosser Mensch auf einem winzigen „Kinderfahrrad“ zügig die Strasse entlang radelt. Sie brechen spontan in Lachen aus, wenn wir an Ihnen vorbei fahren und schicken uns Rufe hinterher, die wir zwar nicht verstehen, aber die sehr fröhlich klingen.

Unser selbst gebauter Anhänger, den ich dann noch hinter meinem „Kinderfahrrad“ her ziehe, weckt besonderes Interesse. Immer gehen ihre Blicke dort hin und sie zeigen mit dem Finger darauf. Was mich eigentlich überrascht, denn in punkto „abenteuerliche, selbst zusammengeschweisste Objekte zum Transport von Waren und Personen“, kann ihnen hier niemand das Wasser reichen. Vermutlich sieht unsere würfelförmige, silbern glänzende Kiste einfach sehr geheimnisvoll aus.

Wenn wir irgendwo Halt machen, um einen Kaffee zu trinken oder eine Ananas mit Chilli und Salz zu essen, werden die Bromptons genau untersucht. Sie deuten hier und da auf die verschiedenen Teile und erklären sich gegenseitig, was es damit auf sich hat.

Dann mache ich immer gerne eine kleine Vorführung. Wie ein Zauberkünstler falte ich zuerst das Hinterrad unter den Rahmen. Das gibt schon mal ein grosses Hallo. Wenn sich alle wieder beruhigt haben, wird der Rahmen zusammengefaltet. Wahnsinn! Dann den Sattel rein und den Lenker umgeklappt. Das Publikum tobt! Sie lachen, rufen, nehmen das klein gefaltete Brompton in die Hand und laufen damit herum. Dann falte ich alles wieder auseinander, voila: ein Fahrrad.

Natürlich kommt dann auch die Frage „how much?“. Wir antworten immer mit $500. Das ist zwar deutlich weniger, als ein Brompton tatsächlich kostet, aber hier in Kambodscha sind $500 sehr, sehr viel Geld für ein Fahrrad.

Wir sind jetzt erst seit knapp 2 Wochen in Kambodscha unterwegs und haben das Land und die Menschen mit ihrer Offenheit und Fröhlichkeit bereits ins Herz geschlossen. Die Drohne aus unserem Anhänger ist auch schon ein paar Mal zum Einsatz gekommen und auf unserer Webseite, auf der wir Spenden für Kambodscha sammeln, kann man schon die ersten Bilder sehen: Donation-Drone.

 

24. November 2017 Reisebericht